Transportprozesse in Windeln

Entwicklung einer marktfähigen waschbaren Windel

An Wegwerf-Hygieneprodukte, die der Aufnahme von Körperflüssigkeiten diesen (Windeln, Inkontinenzartikel), werden vor allem die folgenden Anforderungen gestellt:

schnelles Aufsaugen,

hohe Speicherkapazität,

geringe Rücknässung bei Druckbelastung.

Ökologische Gesichtspunkte spielen jedoch auch bei textilen Hygieneprodukten eine immer bedeutendere Rolle. Wenn es gelingt, die obengenannten funktionalen Eigenschaften der Einwegprodukte, die deren Tragekomfort ausmachen, mit einer möglichst häufigen Wiederverwendbarkeit zu kombinieren, kann mit steigender Akzeptanz beim Verbraucher gerechnet werden.

Gemeinsam mit mittelständischen Firmen in Rheinland-Pfalz (Kahnes) wurden in einem Forschungsprojekt mathematische Werkzeuge entwickelt und als Software bereitgestellt, die es erlauben, für eine große Klasse von Materialien (Vliesstoffe) die Marerialeigenschaften präzise zu erfassen und über numerische Simulation des Diffusionsprozesses für die Designoptimierung eines solchen Produktes zur Verfügung stehen. Es war offensichtlich, daß nur mehrlagige Konstruktionen den obengenannten Kriterien gerecht werden können. Doch welches Material in welcher Stärke, Dichte, Faserart und welche Schichtkombinationen sind brauchbar? Dazu wurden die Dualitätskriterien mathematisch erfaßt und in Optimierungsrechnungen, für die ein Parallelrechner eingesetzt wurde, ein optimaler Designvorschlag erarbeitet. Auf Grund der vorhandenen Materialmodule wurden neuartige, bisher nicht vorhandene Materialkonfigurationen vorgeschlagen und deren Wirkung simuliert.



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